Beim Laufen will das Gehirn beruhigt sein

Feb 21, 16 Beim Laufen will das Gehirn beruhigt sein

Unsere Mittwochs-Übungsläufe sind mittlerweile eine lieb gewonnene Routine. Und doch war vor einigen Tagen alles ein bisschen anders. Zumindest zu Beginn – weil es tatsächlich noch hell war, die Stirnlampen erst später zum Einsatz kommen mussten. Knappe zehn Kilometer wurden diesmal zurückgelegt, die vor allem am Anfang unserer 65-minütigen Einheit fordernd waren.

Gleich hinter dem Sportplatz beginnt ein ordentlich steiles Stück, welches wir zunächst unter die Sohlen nahmen. In der Nähe der Ramsthaler Aussiedlerhöfe ging es rüber zur Sulzthaler Kreuzkapelle. Neu war der folgende Abstecher über den Hutzelofenweg, der wirklich so heißt und grob gesagt im Niemandsland zwischen Sulzthal und Wasserlosen liegt. Später wurde die Staatsstraße gekreuzt, und über die Aussiedlerhöfe und das Knückelein führte der Weg zurück zum Ramsler Sportplatz. Dorthin also, wo jetzt vier Sonntage am Stück die offiziellen Vorbereitungsläufe ab 9 Uhr stattfinden. Begonnen wird mit der 10-Kilometer-Strecke.
Das ist auch der Zeitpunkt, an dem sich Hobbyläufer Gedanken werden machen müssen, wie man es halten will mit der Aufnahme von flüssiger und fester Nahrung vor und während dem Wettkampf. Klar ist, dass der Körper nur dann Leistung bringen kann, wenn genügend Energie zur Verfügung steht. Während ein 10-Kilometer-Lauf „nüchtern“ kein Problem sein sollte bei entsprechender Vorbereitung, ist schon ein Halbmarathon ohne Essens- oder Getränkeaufnahme ein Wagnis.

Hauptsache leicht verdaulich

„Vor intensiven Trainings und Wettkämpfen esse ich gerne ca. drei Stunden vorher eine leicht verdauliche kohlenhydratreiche Mahlzeit, meistens ein Porridge aus Haferflocken, einer Banane und Nüssen. Generell ist es wichtig, dass vor dem Wettkampf und Training die letzte Mahlzeit je nach individueller Verträglichkeit zwischen zwei und vier Stunden zurückliegen sollte, um Magenprobleme zu vermeiden“, sagt Matthias Krah. Der Ausdauer-Spezialist vom TV Bad Brückenau greift im Wettkampf auf Energiegels und Sportgetränke zurück, „denn jedenfalls über einen Marathon reichen die körpereigenen Kohlenhydratspeicher nicht aus, um konstant hohe Leistung zu bringen. Dies ist auch wichtig, um dem Gehirn zu signalisieren: alles okay, du hast genügend Energie, lauf weiter“.

Gefüllte Kohlenhydratspeicher

Auch für den Triathleten Markus Unsleber ist die Nahrungsaufnahme ein elementarer Bestandteil in der Wettkampf-Gestaltung. „Ich achte gerade in den Tagen vor längeren Rennen auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, meist Wasser. An den letzten zwei Tagen vorher fülle ich die Kohlenhydratspeicher, zum Beispiel mit Kartoffeln, Reis oder auch mal Nudeln, dazu noch etwas Eiweißreiches, wie Lachs oder ähnliches“, sagt der Läufer des TV/DJK Hammelburg, der am Tag vor dem Wettkampf auf Milchprodukte verzichtet, um das Verdauungssystem nicht zu sehr zu strapazieren. „Morgens schaue ich, dass ich etwa drei Stunden vor dem Start frühstücke. Das sieht eigentlich immer gleich aus – kein zu grobes Körnerbrot oder Brötchen mit Butter und Honig, dazu noch eine Banane oder etwas Trockenobst. Bis zum Start nehme ich immer wieder einen Schluck dünner Traubensaftschorle. Bei einer Wettkampfdauer von über einer Stunde auch noch ein Gel etwa 20 Minuten vor dem Start.“

Saaletal-Marathon Am Samstag, 19. März, heißt es für die Lauffreunde der Region: auf zum Saaletal-Marathon. Um 10 Uhr starten der Saale-Zeitung-Marathon, der Halbmarathon, der 10-km-Lauf und das Powerwalking. Ab 10.20 Uhr finden die Nachwuchsläufe stattt. Anmeldungen sind bereits per Internet möglich unter:
www.saaletal-marathon.de.

Training
Der SV Ramsthal und die Saale-Zeitung bieten jeden Mittwoch Vorbereitungsläufe an. Treffpunkt ist um 18 Uhr am Sportheim des SV Ramsthal. Die Aktion richtet sich an Hobbysportler, die die zehn Kilometer laufen oder sich gar an den Halbmarathon heranwagen wollen. Aufgrund der Dunkelheit wird „verkehrssichere“ Kleidung empfohle

Quelle: infranken.de

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